Bad des Monats April 2026
Die Grundstimmung aus Erde und Holz wirkt wie ein Waldboden für den tropisch belebenden Farn.
Wenn Architekten ihr eigenes Zuhause umgestalten lassen, liegt die Messlatte für Planer und ausführende Betriebe besonders hoch. So war es bei dieser Badsanierung. Das formulierte Ziel der Eigentümer war eine sowohl ästhetische als auch technische Aufwertung definierter Teilbereiche.
Aus Vertrauen erwächst Gestaltungsfreiheit.
Die Challenge dabei: Der wesentliche Teil der bestehenden Grundstruktur sollte als bewusste Entscheidung bestehen bleiben. Die Wasser- und Abwasserführung sowie die Positionen von Badewanne und Dusche waren gesetzt. Innerhalb dieser baulichen Grenzen wurden dem Badplaner jedoch grosse gestalterische Freiheiten gewährt. Auf der Grundlage dieses Vertrauens schuf er eine neue gestalterische Identität aus Funktion, Atmosphäre und Materialität.
Waldbaden in den eigenen vier Wänden.
Während der Rückbauarbeiten am Wandbelag hinter der Dusche entdeckten die Handwerker eine Undichtigkeit. Der Badarchitekt nutzte diese unerwartete Situation konsequent: Der sensible Bereich wurde fachgerecht, nachhaltig und technisch optimiert neu aufgebaut. Was anfänglich als Einschränkung erschien, erwies sich im Zug der Sanierung als Möglichkeit zur Integration einer funktionalen Nische. Dahinter setzt die Motivtapete mit tropischen Waldpflanzen das gestalterische Leitmotiv.
Jederzeit im perfekten Licht – die Lichtspiegel sorgen für die passende Beleuchtung.
Dunkle Holztöne, Armaturen in mattem Anthrazit und die samtig glatte Oberfläche der bestehenden fugenlosen Bodenflächen schaffen das Ambiente
einer ruhigen Naturoase. Die Tapete bringt mit ihren Farnwedeln sanfte Bewegung ins Spiel und verändert ihre Wirkung mit dem Tageslicht. Als zentrales Gestaltungselement findet sich ihr Dekor sowohl im Duschbereich als auch hinter der in den Boden eingelassenen Badewanne – eine optische Verbindung, die dem Raum Tiefe und Ruhe verleiht.