Bad des Monats Oktober 2026

Ein Umbau, der zeigt, wie aus kompakter Fläche grosszügige Badarchitektur entsteht.

Wie wird kompakt zu komfortabel? Das schlauchförmige Altbad in unserem Umbauprojekt stellte hohe Anforderungen an die Planer und Gestalter. Die nutzbare Breite war entsprechend begrenzt. Gleichzeitig sollten Waschtisch und Dusche auf engem Raum so kombiniert werden, dass nichts gedrängt wirkt und alle Abläufe im Alltag selbstverständlich funktionieren. Die Bauherrschaft wünschte sich kein reines Funktionsbad, sondern einen ruhigen, grosszügig anmutenden Rückzugsort mit zeitloser Ausstrahlung. Hochwertige Materialien, klare Linien und pflegeleichte Oberflächen sollten ein langlebiges Gesamtbild schaffen. Gefragt war deshalb eine Lösung, die technische Präzision, Stauraum, Komfort und Atmosphäre vereint – und aus der Kammer ein Bad mit überraschender Weite macht.

So wird aus artig grossartig!

Das alte Bad wirkte seltsam brav und nüchtern – so, wie Bäder früher oft gebaut wurden: als Ansammlung einzelner Funktionselemente. Hier ein Waschtisch, dort eine Dusche, dazwischen Kanten, Unterbrüche und wenig räumlicher Zusammenhang. Das neue Konzept denkt den schmalen Grundriss konsequent neu. Waschen und Duschen sind linear entlang einer Achse angeordnet, sodass der Raum ruhiger, klarer und grosszügiger wirkt. Die rahmenlose Glasabtrennung der Walk-in-Dusche öffnet den Blick und lässt das Licht ungehindert hindurchscheinen. Eine geflieste Ablage fügt sich nahtlos in die Dusche ein. Durchgehende Materialien in warmen Beige- und Offwhite-Tönen verbinden alle Bereiche zu einem Ganzen. Die Akzentwand in Natursteinoptik setzt Tiefe und Charakter, ohne Unruhe zu erzeugen. Grifflose, schwebende Möbel bringen Leichtigkeit, der Spiegel mit integrierter Lichtlinie und die indirekte LED-Führung vergrössern die Wirkung zusätzlich. Alles Massige ist verschwunden – der Raum kann aufatmen.

 

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