Bad des Monats September 2026

Der Blick vom Bett auf den Seerosengarten: wie ein Gemälde von Claude Monet.

Den Schaden zum Traumbad wandeln. Was mit einem Wasserschaden im Neubau begann, wurde zur zweiten Chance für ein En-suite-Bad mit eigener Seele. Das ursprüngliche Bad wirkte auf die naturverbundene Bauherrschaft zu glatt, zu nüchtern, zu weit weg von ihrem Lebensgefühl. Die Badarchitekten entwickelten daher den Raum von Grund auf neu: als private Wasserwelt zwischen Schlafbereich und Rückzugsoase. Schon der Blick aus dem Schlafzimmer setzt ein apartes Farbspiel frei. Warmes Bordeaux umrahmt den Einblick in eine zauberhafte Wasserwelt: Hier fliessen zarte Blau- und Grüntöne ineinander; fein gezeichnete Fische durchziehen Seeanemonen und Korallen, bringen sanfte Bewegung, Tiefe und Poesie ins Bad. So entsteht Atmosphäre, die frisch wirkt und zugleich Geborgenheit ausstrahlt.

Mut zur Farbe. Mut zur Wanne.

Die Kundschaft war begeistert – gerade weil der Entwurf den üblichen Weg bewusst verlässt. Hier wurde nicht die Badewanne zugunsten einer Dusche entfernt, sondern umgekehrt: Aus der Dusche entstand wieder ein Badeplatz. Gewählt wurde eine Wanne mit bewusst geringem Fassungsvermögen, als schönes Bekenntnis zu Komfort mit Augenmass. Der eingelassene schmale Wannenkörper, der schwebend wirkende Waschtisch und der runde Lichtspiegel bilden ruhige Gegenpole zur lebendigen Wand. Durch die offene Verbindung zum Schlafzimmer wird das Bad Teil eines stimmungsvollen Wohnbilds: verspielt, persönlich, naturnah. Dazu kommt die schöne Erkenntnis, dass aus einem Schaden manchmal genau das entsteht, was man sich immer gewünscht hat.

 

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